Frühjahrsputz - Wie entrümpel ich meine Rede?



Hurra. Endlich ist der Frühling da. Zeit für einen Frühjahrsputz in deinen eigenen vier Wänden und für deine Rede. Warum?


Reden sind voll mit Sprachmüll.


Wie kannst du deine Rede wieder auf Hochglanz bringen ? Einfach deine Rede entrümpeln. Gnadenlos.


1. Weg mit endlosen Begrüßungen


Wie fangen die meisten Reden an? Mit einem mintutenlangen Begrüßungsmarathon. Schlechte Beispiele für Begrüßungen erspare ich dir.


Denn welche Frage geht deinen Zuhörern durch den Kopf? Wann fängt der Redner endlich an? Deshalb gehören minutenlange Begrüßungen in den Müll.


Fange sofort mit deiner Rede an. Ein Hallo, Moin, Servus oder den Klassiker "Sehr geehrte Damen und Herren" kannst du später nachschieben.


2. Weg mit der langweiligen Agenda


Was kommt nach der Begrüßung? Die langweilige Agenda mit den Themen auf einer Power Point Folie.


Was denkt dein Publikum? Die Agenda habe ich schon mit der Einladung bekommen und gelesen.


Wann geht es endlich los? Verzichte auf langweilige und inhaltslose Themenübersichten und komm sofort zur Sache .


3. Weg mit trockenen Zahlen


Und was kommt nach der Agenda? Die nächste Power Point Folie mit Zahlen, Daten, Fakten. Spätestens jetzt schalten deine Zuhörer ab.


Denn kein Mensch kann sich die vielen Zahlen und bunten Charts merken.Oder erinnerst du dich noch an die Zahlenfluten, die dir auf dem letzten Meeting präsentiert wurden?


Tappe daher nicht wie andere Redner in die Zahlenfalle. Konzentriere dich auf die wichtigsten Zahlen und mache diese durch konkrete Bespiele, bildhafte Vergleiche oder Geschichten lebendig.


Wandle Prozentzahlen in konkrete Zahlen um, damit deine Zuhörer nicht selbst rechen oder den Taschenrecher auf ihrem Smartphone zücken müssen.


4. Weg mit Sprachmüll


Wische Konjunktive wie möchte, könnte, würde aus deiner Rede. Sie schwächen deine Redebotschaft und dich als Redner auch.


Füllwörter spülen im Prinzip deine Rede weich. Hast du das Füllwort in meinem Satz gefunden? Im Prinzip ist ein Füllwort und gehört in die Tonne. Fülllaute wie Äh oder Ähm auch.


Verbanne Verneinungen in den Keller. Beispiel: „Die wirtschaftliche Lage ist nicht schlecht.“ Nicht schlecht ist gut. Und nicht gut ist schlecht.

Vernichte Schachtelsätze und vermeide die Management Sprache, auch wenn sie dir den ganzen Tag über den Weg läuft. Sprich klar und einfach.


Englisch ist eine schöne Sprache. Deutsch auch. Wenn du vor deutschsprachigem Publikum redest, sprich deutsch. Und verzichte auf englische Fremdwörter und Fachwörter.


5. Weg mit langen Reden


Quäle dein Publikum nicht mit stundenlangen Reden. Wer kann so lange einem Redner zuhören? Nur der Redner selbst.


Entweder ist er ein Vielredner oder muss die Redezeit totschlagen. Vielredner hören sich gerne reden und lieben das Rampenlicht. Leider vergessen sie, dass die Zuhörer im Mittelpunkt der Rede stehen.


Oder für wen redest du? Fasse dich kurz und halte es wie Martin Luther: "Tritt keck auf, mach’s Maul auf, hör bald auf."


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